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Aktuelles

Öffnungszeiten Geschäftsstelle

Unsere Geschäftsstelle in Pretzfeld ist immer am Dienstag und Donnerstag von 9-12 Uhr geöffnet.

Unsere Veranstaltungen im Überblick

05.01.20198-16 Uhr, SeilwindenkursOrt bitte in der Geschäftsstelle erfragen
29.01.2019ab 9 Uhr, SeilwindenüberprüfungWindischgaillenreuth
08.03.201915 Uhr, Infoveranstaltung „Laubholzverwertung“ mit Matthias Kraft und Forstamtmann Daniel SchenkOberer Parkplatz der Kapelle St. Moritz bei Leutenbach
08.03.201916 Uhr, Pflanzkurs mit Benedikt Kügel Parkplatz Burg Feuerstein
05.04.201919 Uhr, Jahreshauptversammlung
mit Vorstands- und Ausschusswahlen
(Einladung im Infobrief 1/2019)
Pretzfeld
22./23.03.2019Motorsägen-GrundkursWannbach
01./02.06.2019Jubiläum und Ehrungsabend „50 Jahre WBV“ und
Regionaler Waldbesitzertag
Biogasanlage Neuner, Etzdorf bei Gößweinstein
27./28.09.2019Motorsägen-GrundkursWannbach
12.10.20198-16 Uhr, SeilwindenkursOrt bitte in der Geschäftsstelle erfragen

Klicken Sie auf die einzelnen Veranstaltungen, um weiterführende Informationen zu erhalten. Zur Anmeldung und für Rückfragen stehen wir Ihnen in der Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

Achtung Borkenkäfer!

Aktuell herrschen aufgrund der Trockenheit und Wärme sehr gute Bedingungen für die Fichten-Borkenkäfer. Bitte führen Sie gewissenhafte Kontrollen in Ihren Fichtenbeständen durch und achten Sie auf lichte Kronen und Bohrmehl. Arbeiten Sie die befallenen Bäume (und zur Sicherheit eine Reihe gesunder Bäume) ZEITNAH auf und lagern diese mind. 500m vom nächsten Fichtenbestand entfernt. Bitte informieren Sie uns unverzüglich. Bei Rückfragen gerne in der Geschäftsstelle melden.

Lesen weiterführend auch die Pressemitteilung des ALEF „Waldbesitzer aufgepasst! Die zeitige Aufarbeitung von Käferholz kann Folgeschäden abmildern.“ 

Sichere Aufarbeitung von Windwurf- und Bruchholz

Sturmtief „Fabienne“ hat in der Fränkischen Schweiz etliche Bäume entwurzelt oder abgebrochen. Von diesem Sturm wurden auch Laubbäume nicht verschont. Das Aufarbeiten von geworfenen Bäumen stellt besonders hohe Anforderungen an die Arbeitssicherheit. Arbeiten am Steilhang und auf oder vor Felsformationen erhöhen die Unfallgefahr zusätzlich. Daher ist ein strukturiertes Vorgehen unabdingbar:

• Vor Beginn der Aufarbeitung sind die Arbeitsschritte und das Arbeitsverfahren gründlich zu planen und festzulegen.
• Aufgrund des geringeren Unfallrisikos ist grundsätzlich der Maschineneinsatz zu prüfen, nur bei sachlich haltbaren Gründen darf davon abgewichen werden.
• Nur fachkundiges und körperlich geeignetes Personal einsetzen! Arbeiten an Profis abgeben! Die WBV kann Forstdienstleister vermitteln.
• Sicherstellen einer funktionierenden Rettungskette, d.h. Rettungswege müssen immer freigehalten werden; Netzverfügbarkeit und Rettungspunkte müssen allen Personen bekannt sein.

Die Windwurfaufarbeitung ist mit geeigneten Maschinen (Harvester, Bagger, Forstschlepper mit Seilwinde) durchzuführen. Der Maschineneinsatz ist der motormanuellen Aufarbeitung vorzuziehen. Ist es unvermeidbar, dass Maschinen und Mensch zusammen arbeiten, ist die Kommunikation zwischen Maschinenführer und Motorsägenführer sicherzustellen (z.B. über Sprechfunk). Eindeutige Kommunikationsregeln sind festzulegen. Bei gefahrbringenden Tätigkeiten wie z.B. das Abstocken von Wurzelstöcken sind Sicherungsmaßnahmen (Sichern des Wurzeltellers, Belassen eines ausreichend langen Abschnitts, Anwenden einer geeigneten Schnitttechnik) durchzuführen. Hierbei gilt stets der Grundsatz: Arbeitssicherheit geht vor Holzverlust!

Weitere Hinweise zur Arbeits- und Schnittechnik enthält auch die Handlungshilfe „Im Windwurf mit der Motorsäge“ der SVLFG.

Autor: Martin Thoma, SVLFG

Holzmarkt und Preise im 4. Quartal 2018 (inkl. Januar 2019)

Das Jahr 2018 war nicht nur durch Wärme und Trockenheit geprägt, in beiderlei Hinsicht rekordverdächtig seit Beginn der Wetteraufzeichnung, sondern auch durch viele Stürme. Nach dem Sturm kommt der Käfer, diese alte Weisheit hat sich mal wieder bewahrheitet. Auch in unserer Gegend, wo die Sturmschäden vergleichsweise harmlos ausfielen, haben die Fichtenborkenkäfer, bedingt durch die Witterung alleine, paradiesische Verhältnisse erlebt und sich damit im August und September deutlich sichtbar in unseren Wäldern ausgebreitet. Die Nadelholzkunden wurden und werden aus allen Richtungen mit Schadholz überschwemmt, was zu einem drastischen Preiseinbruch bei der Fichte zum 4. Quartal geführt hat. Käferholz im Leitsortiment 2b wird aktuell mit 42-48 €/Fm gehandelt, frische Ware mit max. 70 €/Fm. Die Kiefer hat preislich gesehen zwar nicht so gelitten und ist mit 60-62 €/Fm auf akzeptablem Niveau, jedoch ist es derzeit sehr schwierig diese zu verkaufen. Sogar ausgemachte Kiefernkäufer ersetzen sie durch Fichtenkäferholz, da es günstiger zu haben ist. Bei geplanten Kiefernhieben bitte vorher unbedingt in der Geschäftsstelle erfragen, ob ein Absatz möglich ist! Noch schlimmer ist die Situation beim Palettenholz. Hier hat nicht nur der Preis deutlich nachgegeben (unter 40 €/Fm), sondern aus unserer Region werden mindestens bis zum Ende des 4. Quartals (also Januar 2019) keinerlei Mengen abgenommen.

Aktuell führen wir nur Schadholzhiebe mit unseren Unternehmern durch und selbst bei diesen Mengen müssen wir hoffen, dass wir es restlos verkauft bekommen. Es wurden zwar Rahmenverträge mit allen unseren Kunden abgeschlossen, allerdings können wir nicht wie bislang gewohnt unsere geschätzten Mengen dort unterbringen, da die Sägewerke uns nur ein Minderkontingent zusichern können. Es stehen uns und damit vor allem auch unseren Waldbesitzern turbulente Zeiten ins Haus, eine Besserung der Situation ist leider auch in nächster Zeit nicht in Sicht. Die Erwartungen gehen im Gegenteil zu weiterhin riesigen Käferholzmassen, sowohl in Tschechien wie auch bei uns.

Sehr viel positiver ist dagegen die Situation beim Laubholz, die Eiche hat ihren Höhenflug noch nicht beendet und bleibt wie die Buche ziemlich unverändert.

Fichtenholz67-70 €/Fm
Kiefernholz60 – 62 €/Fm
Eichenstammholz65 €/Fm für D-Holz bis
400 €/Fm bei 6. Klasse B-Ware
Buchenstammholz57 – 70 €/Fm
Palette 2,50 mnicht verkaufsfähig
Palette 3,70 mnicht verkaufsfähig
Industrie –und Brennholz Buche-IL 50,80 €/Fm
Industrie- und Brennholz FK-Holz 24,05 €/Fm

Schleppende Holzabfuhr

Nach langen Monaten des Wartens setzte im Februar die lang ersehnte Frostperiode ein. Das hat natürlich den Privatwald entsprechend mobilisiert und innerhalb kürzester Zeit waren enorme Mengen auf dem Markt. Verschärfend kam hinzu, dass auch der Staatswald, nachdem dort durch die Witterungsverhältnisse davor der Einschlag nicht wie geplant umgesetzt werden konnte, seine Vertragsmenge nachgeliefert hatte. Dadurch sind alle Sägewerke überversorgt worden, sodass das Waldlager die logische Konsequenz war. Unser Stammfrächter wurde überall kontingentiert und konnte die Mengen nicht wie gewohnt bei den Kunden abliefern. Die letzten Sturmereignisse in Mitteldeutschland sorgen auch aktuell für eine sehr gute Auslastung der Sägeindustrie und verzögert die sonst schon um diese Jahreszeit eintretende Entspannung des Marktes. Dennoch stehen wir natürlich in stetigem Kontakt mit unserer Kundschaft und versuchen da, wo es besonders dringlich ist, die Abfuhr zu beschleunigen.

Die Abrechnung der verkauften Hölzer läuft ebenfalls etwas langsamer als gewohnt, da hier die Holzeinkäufer genauso gefragt sind und durch ihre ausgedehnten Einkaufstouren nur wenig Zeit für Büroarbeit haben.

Ich kann daher nur um Verständnis bitten, wenn es ein bißchen länger dauert. Wir können die Rahmenbedingungen schließlich nicht ändern und tun unser Bestes, Ihr Holz so gut wie möglich zu vermarkten.

Aushaltekriterien

Fichte  und  Kiefer  Langholz:  ab  10 m  in  Meterschritten  bis  18 m plus 2 % Übermaß. Am starken Ende (Stock) max. 65 cm und am schwachen Ende (Zopf) mindestens 18 cm ohne Rinde. Das Holz muss gerade sein! Verschnittlängen mit 5, 6, 8, 9 m + 2% Übermaß dürfen dazu gelegt werden.

Fichte und Kiefer/Lärche Fixlänge: 5,0 m + 10 cm Übermaß schneiden.  Zopf mind. 18 cm o.R., Stock maximal 65 cm o.R. (4,10 m Fichte nur in Ausnahmefällen, für schwächere Hiebe: Zopf 14 cm o.R. und Stock 55 cm.). Eine interessante Alternative zur 4,0 m in der Güteklasse BC ist die 3,60 + 10 cm Palettenlänge, Zopf 14 cm o.R. bis Stock 55 cm o.R.

–    Eichenstammholz ab 4,0 m + 20 cm in Meterschritten ab Zopf 38 cm o.R.. Keine Schwarzäste! Bitte Rücksprache vorab.
–    Buchenstammholz nur nach Rücksprache; im Notfall ab 5,10 m + 20 cm, in Meterschritten (Mindestzopf 40 cm!!)
–    Industrieholz Laub oder Nadel, Zopf 6 cm o.R. (2 oder 3 oder 4 m Länge), Stock 65 cm (bitte im Hieb für eine Länge entscheiden)
–    Buchenbrennholz 4 oder 5 m, Zopf 15 cm o.R.

Ergebnisse der Laubwertholzsubmission und der Nadelwerholzversteigerung 2018

Die entsprechenden Presseinformationen sowie detaillierten Ergebnisse finden Sie auf der Internetseite der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken w.V.

WBV-Rückewagen

Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass wir noch Nutzer für unsere Rückewägen  (Forest-Master RW 10) suchen. Die Standorte sind Hartenreuth, Niedermirsberg und Mostviel. Bitte melden Sie sich bei Interesse in der Geschäftsstelle.