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Aktuelles

Öffnungszeiten Geschäftsstelle

Unsere Geschäftsstelle in Pretzfeld ist immer am Dienstag und Donnerstag von 9-12 Uhr geöffnet.

Unsere Veranstaltungen im Überblick

29.03.201916 Uhr, Waldumbau „Wie mache ich meinen Wald fit für die Zukunft?“Gasthof Galster, Kemmathen (Weiterfahrt zum Rotholz)
05.04.201919 Uhr, Jahreshauptversammlung 2019
mit Vorstands- und Ausschusswahlen
(Einladung im Infobrief 1/2019)
Turnhalle Pretzfeld
05./06.04.2019Motorsägen-Grundkurs (ausgebucht!) Wannbach
 Bei Interesse an einem Motorsägenkurs nehmen wir Sie gerne auf die Warteliste und organisieren ggf. einen Zusatzkurs.
Bitte beachten Sie auch den Motorsägenkurs im September, hier sind noch Plätze frei.
 
08.05.201918 Uhr, „Waldumbau und Jungdurchforstung/ -pflege“
mit Matthias Kraft (WBV) und Forstamtsfrau Susanne Sommersacher
Kleingesee der Festplatz (alter Sportplatz bzw. Kleingesee Vogelberg 29, hinter fahren)
01.06.2019Jubiläumsabend „50 Jahre WBV“
(Einladung im Infobrief 1/2019)
Bioenergieanlage Neuner, Gößweinstein – OT Türkelstein
02.06.2019Regionalen Waldbesitzertag 2019
WBV Fränkische Schweiz e.V. in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Forstverwaltung (Flyer)
Bioenergieanlage Neuner, Gößweinstein – OT Türkelstein
05.06.201918 Uhr, „Waldumbau, speziell Kiefernumbau“ mit Matthias Koch (WBV) und Forstamtmann Daniel SchenkPoxdorfer Friedhofsparkplatz (nördlicher Orsteingang)
24.07.201918 Uhr, „Waldumbau, Jungbestands-/Kulturpflege im Laubholz“ mit Benedikt Kügel (WBV) und Forstoberinspektorin Rita SatzgerTreffpunkt wird noch bekannt begeben
 18.09.201918 Uhr, „Waldumbau und Wiederbegründung nach Käferberfall“ mit Matthias Kraft (WBV) und Forstamtsfrau Susanne SommersacherHartenreuth – Abzweigung Bienensteigweg
27./28.09.2019Motorsägen-GrundkursWannbach
12.10.20198-16 Uhr, SeilwindenkursOrt bitte in der Geschäftsstelle erfragen
31.10.2019Pflanzenbestellfrist Herbst 2019 

Klicken Sie auf die einzelnen Veranstaltungen, um weiterführende Informationen zu erhalten. Zur Anmeldung und für Rückfragen stehen wir Ihnen in der Geschäftsstelle gerne zur Verfügung.

Sichere Aufarbeitung von Windwurf- und Bruchholz

Sturmtief „Fabienne“ hat in der Fränkischen Schweiz etliche Bäume entwurzelt oder abgebrochen. Von diesem Sturm wurden auch Laubbäume nicht verschont. Das Aufarbeiten von geworfenen Bäumen stellt besonders hohe Anforderungen an die Arbeitssicherheit. Arbeiten am Steilhang und auf oder vor Felsformationen erhöhen die Unfallgefahr zusätzlich. Daher ist ein strukturiertes Vorgehen unabdingbar:

• Vor Beginn der Aufarbeitung sind die Arbeitsschritte und das Arbeitsverfahren gründlich zu planen und festzulegen.
• Aufgrund des geringeren Unfallrisikos ist grundsätzlich der Maschineneinsatz zu prüfen, nur bei sachlich haltbaren Gründen darf davon abgewichen werden.
• Nur fachkundiges und körperlich geeignetes Personal einsetzen! Arbeiten an Profis abgeben! Die WBV kann Forstdienstleister vermitteln.
• Sicherstellen einer funktionierenden Rettungskette, d.h. Rettungswege müssen immer freigehalten werden; Netzverfügbarkeit und Rettungspunkte müssen allen Personen bekannt sein.

Die Windwurfaufarbeitung ist mit geeigneten Maschinen (Harvester, Bagger, Forstschlepper mit Seilwinde) durchzuführen. Der Maschineneinsatz ist der motormanuellen Aufarbeitung vorzuziehen. Ist es unvermeidbar, dass Maschinen und Mensch zusammen arbeiten, ist die Kommunikation zwischen Maschinenführer und Motorsägenführer sicherzustellen (z.B. über Sprechfunk). Eindeutige Kommunikationsregeln sind festzulegen. Bei gefahrbringenden Tätigkeiten wie z.B. das Abstocken von Wurzelstöcken sind Sicherungsmaßnahmen (Sichern des Wurzeltellers, Belassen eines ausreichend langen Abschnitts, Anwenden einer geeigneten Schnitttechnik) durchzuführen. Hierbei gilt stets der Grundsatz: Arbeitssicherheit geht vor Holzverlust!

Weitere Hinweise zur Arbeits- und Schnittechnik enthält auch die Handlungshilfe „Im Windwurf mit der Motorsäge“ der SVLFG.

Autor: Martin Thoma, SVLFG

Holzmarkt und Preise im 1. Quartal 2019

Wie man inzwischen unschwer erkennen kann, wenn man durch die Fränkische Schweiz fährt, haben sich die beiden Fichtenborkenkäfer (Buchdrucker und Kupferstecher) bei uns massiv ausgebreitet. Dabei haben wir es mit einem verzetteltem Befall auf ganzer Fläche zu tun, was Schlimmes befürchten lässt! Leider können wir auch nur unzureichende Aufarbeitungsbemühungen feststellen, sodass wir mit flächigen Verlusten unserer Fichtenbestände in diesem Jahr rechnen. Noch ist es nicht zu spät, doch die Zeit drängt. Ab Mitte April ist bei warmer Witterung mit der nächsten Schwärmwelle zu rechnen. Zu beachten ist bei der Käferholzaufarbeitung, dass nicht (nur) die Bäume mit herabfallender Rinde entnommen werden, sondern die grünen, scheinbar gesunden Fichten darum, denn dort haben sich die Käfer eingebohrt und überwintert. Giebelmaterial muss entfernt und gehackt werden, denn der Kupferstecher kann selbst Äste bis zu 2 cm Durchmesser befallen.

Die Kiefernbestände im Albvorland geben ein ähnlich trauriges Bild ab. Je nach Standort hat der letzjährige Trockensommer zu schweren Verlusten geführt. Sowohl Fichte als auch Kiefer sind nordische Baumarten, die dem Klimawandel nicht gewachsen sind. Höchste Zeit also den Waldumbau in der Fränkischen Schweiz voran zu bringen.

Da der Winter hier nicht sehr viel Schnee gebracht hat, konnten wir zumindest eine Entspannung bei der Holzabfuhr verzeichnen. Diese Situation war leider nur von kurzer Dauer, sodass wieder längere Lagerzeiten eingeplant werden müssen. Es ist nach wie vor zu viel Holz auf dem Markt.

Fichtenholz BC-Qualität68 – 70 €/Fm
Fichtenholz Käfer41 – 45 €/Fm
Kiefernholz60 – 65 €/Fm
Eichenstammholz53-420 €/Fm
Buchenstammholz57 – 70 €/Fm
Palette 2,50 mnicht verkaufsfähig
Palette 3,70 mnicht verkaufsfähig
Industrie –und Brennholz Buche-IL 50,80 €/Fm
Industrie- und Brennholz FK-Holz 24,05 €/Fm

Nadelstammholzpreise jeweils für das Leitsortiment 2b

Schleppende Holzabfuhr

Nach langen Monaten des Wartens setzte im Februar die lang ersehnte Frostperiode ein. Das hat natürlich den Privatwald entsprechend mobilisiert und innerhalb kürzester Zeit waren enorme Mengen auf dem Markt. Verschärfend kam hinzu, dass auch der Staatswald, nachdem dort durch die Witterungsverhältnisse davor der Einschlag nicht wie geplant umgesetzt werden konnte, seine Vertragsmenge nachgeliefert hatte. Dadurch sind alle Sägewerke überversorgt worden, sodass das Waldlager die logische Konsequenz war. Unser Stammfrächter wurde überall kontingentiert und konnte die Mengen nicht wie gewohnt bei den Kunden abliefern. Die letzten Sturmereignisse in Mitteldeutschland sorgen auch aktuell für eine sehr gute Auslastung der Sägeindustrie und verzögert die sonst schon um diese Jahreszeit eintretende Entspannung des Marktes. Dennoch stehen wir natürlich in stetigem Kontakt mit unserer Kundschaft und versuchen da, wo es besonders dringlich ist, die Abfuhr zu beschleunigen.

Die Abrechnung der verkauften Hölzer läuft ebenfalls etwas langsamer als gewohnt, da hier die Holzeinkäufer genauso gefragt sind und durch ihre ausgedehnten Einkaufstouren nur wenig Zeit für Büroarbeit haben.

Ich kann daher nur um Verständnis bitten, wenn es ein bißchen länger dauert. Wir können die Rahmenbedingungen schließlich nicht ändern und tun unser Bestes, Ihr Holz so gut wie möglich zu vermarkten.

Aushaltekriterien

Fichte  und  Kiefer  Langholz:  ab  10 m  in  Meterschritten  bis  18 m plus 2 % Übermaß. Am starken Ende (Stock) max. 65 cm und am schwachen Ende (Zopf) mindestens 18 cm ohne Rinde. Das Holz muss gerade sein! Verschnittlängen mit 5, 6, 8, 9 m + 2% Übermaß dürfen dazu gelegt werden.

Fichte und Kiefer/Lärche Fixlänge: 5,0 m + 10 cm Übermaß schneiden.  Zopf mind. 18 cm o.R., Stock maximal 65 cm o.R. (4,10 m Fichte nur in Ausnahmefällen, für schwächere Hiebe: Zopf 14 cm o.R. und Stock 55 cm.). Eine interessante Alternative zur 4,0 m in der Güteklasse BC ist die 3,60 + 10 cm Palettenlänge, Zopf 14 cm o.R. bis Stock 55 cm o.R.

–    Eichenstammholz ab 4,0 m + 20 cm in Meterschritten ab Zopf 38 cm o.R.. Keine Schwarzäste! Bitte Rücksprache vorab.
–    Buchenstammholz nur nach Rücksprache; im Notfall ab 5,10 m + 20 cm, in Meterschritten (Mindestzopf 40 cm!!)
–    Industrieholz Laub oder Nadel, Zopf 6 cm o.R. (2 oder 3 oder 4 m Länge), Stock 65 cm (bitte im Hieb für eine Länge entscheiden)
–    Buchenbrennholz 4 oder 5 m, Zopf 15 cm o.R.

Ergebnisse der Laubwertholzsubmission und der Nadelwerholzversteigerung 2018

Die entsprechenden Presseinformationen sowie detaillierten Ergebnisse finden Sie auf der Internetseite der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Oberfranken w.V.

WBV-Rückewagen

Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass wir noch Nutzer für unsere Rückewägen  (Forest-Master RW 10) suchen. Die Standorte sind Hartenreuth, Niedermirsberg und Mostviel. Bitte melden Sie sich bei Interesse in der Geschäftsstelle.