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Rückblick


Bericht über die zweite Lehrfahrt zum Sägewerk Pollmeier

Auf Grund der starken Nachfrage hatte sich die WBV dazu entschlossen, noch ein zweites Mal am 29.09.2017 zur Firma Pollmeier nach Thüringen zu fahren. Dabei handelt es sich um ein Sägewerk, das sich auf Buchenholz spezialisiert hat. Besonders die starke Buche mit schlechter bis mittlerer Qualität wird von Pollmeier in der Fränkischen Schweiz gekauft, wodurch Pollmeier unser bester Kunde bei Buchenschnittholz ist.

Da das Interesse an der Lehrfahrt so groß war, fuhren wir im fast vollbesetzten Reisebus ohne Zwischenfälle bis nach Creuzburg in Thüringen. Mit dabei waren auch Mitglieder aus dem Vorstand, dem Ausschuss und der Geschäftsstelle sowie Teilnehmer der Waldbesitzervereinigung Kreuzberg. Es gab nur eine kurze Unterbrechung für eine Frühstückspause.

Nach der Ankunft auf dem Werksgelände wurde allen Teilnehmern ein Mittagessen in der Kantine von Pollmeier angeboten. Im Anschluss ging es dann in zwei Gruppen über das Gelände des Sägewerks. Hierbei wurde eine weitere Spezialität des Sägers klar: Es entstehen bei der Verwertung kaum Abfälle. Jedes noch so kleine Holzstück bis hin zum Sägestaub wird weiterverwendet. Die Einschnittskapazität liegt in Creuzburg bei 325.000 Fm pro Jahr.

Nach der Besichtigung des Sägewerks ging es mit dem kulturellen Teil der Lehrfahrt weiter. In Eisenach wurde die Gruppe von zwei sehr kompetenten Stadtführerinnen in die historischen Geheimnisse der Lutherstadt eingeführt.

Am Abend kamen wir zufrieden und ohne weitere Zwischenfälle zurück.
 
 
Pressebericht

Wie schmeckt ein „geriegelter” Bergahorn?
Besuch der Waldbesitzervereinigung Fränkische Schweiz beim Furnierhersteller „Mehling und Wiesmann” im Spessart

Pretzfeld, 27.07.2011 – Was passiert mit dem Wertholz aus der Fränkischen Schweiz, das bei der Submission verkauft oder auf Auktionen versteigert wird? Ein Großteil davon geht in die Furnierindustrie, wo aus dem Stamm Holzblätter mit einer Stärke von 0,3 bis 0,6 mm geschnitten werden. Diese werden dann als dekorative Oberfläche auf weniger wertvolles Nutzholz aufgebracht. Dabei sind die feine Maserung und der nahezu fehlerfreie Wuchs des Wertholzes entscheidend.

Waldbesitzer aus der Fränkischen Schweiz konnten sich bei einer Lehrfahrt zum Furnierwerk „Mehling und Wiesmann” in Lohr am Main über die Produktion von hochwertigem Furnier informieren. Hier werden – hauptsächlich aus Eiche und Edellaubhölzern – ca. 2.000 Festmeter Furnier pro Jahr hergestellt. „Um dem Holz zunächst die natürliche Spannung zu nehmen, wird der Kern entfernt und das Holz in sogenannte Dämpfgruben eingelassen”, erklärt Verkaufsleiter Kurt Siedler. Anschließend wird das Holz in Blätter „gemessert” oder gehobelt, getrocknet, zugeschnitten und geglättet. Je nach Baumart und Herkunft des Baumes entstehen unterschiedliche Strukturen und Farbtöne von hellem „Sand” der Spessarteiche über verschiedene Brauntöne bis hin zu Lila- und Grünfärbungen exotischer Hölzer.

Das Furnierwerk hat sich auf die momentan hohe Nachfrage nach dunklem Furnier spezialisiert. Hierzu wird es in speziellen Kammern mittels Vakuum- und Überdruckverfahren unter Verwendung von Ammoniak kerngeräuchert. Es entstehen satte und glänzende Braun- und Schwarztöne, die alterungs- und lichtstabil sind. Durch diese Räucherkammern ging dieses Jahr auch ein besonders wertvolles Stück, ein 140 Jahre alter „geriegelter” Bergahorn, der für den Weltrekordpreis von 35.000 EUR (13.300 EUR/fm) eingekauft wurde. Die „Riegelung” beschreibt den wellenförmigen Faserverlauf des Holzes. Es entsteht durch einen seltenen genetischen Defekt, der beim Furnier zu hellen und dunklen Streifen führt.

Seinen Rohstoff bezieht das Werk überwiegend aus einheimischen Wäldern wie z.B. der Fränkischen Schweiz, aber auch aus dem angrenzenden Spessart, einem der besten Wuchsgebiete für europäische Eiche. „Durch die armen Bundsandsteinböden wächst die Eiche hier nur langsam und bildet feine, gleichmäßige Jahrringe”, erklärt Bernhard Rückert von der städtischen Forstverwaltung Lohr den Teilnehmern bei der anschließenden Waldführung. Durch intensive Bejagung wird eine ausreichende Naturverjüngung sicher gestellt.

Und so kann es sein, dass die Holzeinkäufer von „Mehling und Wiesmann” den passenden Baum direkt vor der Haustür finden. Abnehmer sind Möbelhersteller im In- und Ausland, Designer und Architekten. 90 Prozent der Lohrer Furniere werden exportiert und u.a. für die edle Inneneinrichtung von Motoryachten, 5-Sternehotels und Privathäusern verwendet. Der „geriegelte” Bergahorn wurde mittlerweile an einen amerikanischen Kunden verkauft. Als Erinnerung bleibt ein honiggelbes Elixier mit einem einzigartigen Geschmack nach Ahorn – ein Stück seines Furniers eingelegt in einer Flasche Kornbrand.

 
WBV-Infoveranstaltung “Sommereinschlag durch Harvester” am 20.07.2010 in Zusammenarbeit mit dem AELF Bamberg, der FVO und den WBV Bamberg und Hollfeld. Für ausführliche Informationen klicken Sie bitte hier.
 
Infoveranstaltung Seilkraneinsatz im Steilhang bei Reifenberg
Zur Infoveranstaltung Kurzstreckenseilkran am Steilhang am 23.10.09 kamen rund 50 interessierte Waldbesitzer. Nach einer kurzen Einführung des Geschäftsführers, Jörg Deutschländer-Wolff, wurde die Arbeitsweise der Maschine gezeigt: Im Steilhang mit bis zu 40 Prozent Hangneigung werden die Bäume zunächst manuell gefällt, um dann per Funk über ein Seil zur Kippmastanlage hochgezogen zu werden. Vorteile zum klassischen Vorseilen bietet bei dieser Anlage der höher gelegene Seileinzug, der ein Aufschlilchten der Stämme in der Trasse erleichtert. Die Arbeitsweise ist sehr bodenschonend. Die Maschine kann sowohl als Seilkran als auch als konventioneller Seilzug genutzt werden. Die geschlichteten Baumstämme werden anschließend vom Harvester entsprechend der gewünschten Sortimente aufbereitet und zum Abtransport bereit gestellt. Im Einsatz waren regionale Unternehmer, die sich vor allem durch ihre Wirtschaftlichkeit ausgezeichnet haben. Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bamberg, statt.
 

Lehrfahrt zur Forstbaumschule Geiger

k-geigerfahrt-1909094Am Samstag 19.09.09 sind wir mit unseren Mitgliedern nach Hersbruck zu unserem bewährtem Pflanzenlieferanten, der Baum- und Forstbaumschule Geiger, aufgebrochen. Vor der Firma Geiger haben wir mit Würstchen und Brezen gefrühstückt und – was ganz besonders zu erwähnen ist – mit frischgebackenem Stollen von unserer Waldbesitzerin Frau Hutzler. Danach wurden wir von Hr. Geiger sen. und Hr. Geiger jun. im Gartencenter der Firma empfangen. Hier wurde uns ein Meer an Stauden, Sträuchern, Rosen und Obstbäumen zur Auswahl angeboten. Die Mitglieder hatten auch die Möglichkeit zum Kauf, soweit dies per Bustransport möglich war. Anschließend wurden wir per Bus durch etwa ein Drittel der 20 ha bewirtschafteten Flächen gefahren. Hr. Geiger erklärte vieles zum Pflanzen, Spritzen und Bearbeiten der Pflanzen. Viele Fragen der Mitglieder konnten vor Ort geklärt werden. Zum Abschluss wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Nochmals vielen Dank an die Firma Geiger für das Mittagessen und die ausgezeichnete Führung. Anschließend ging es weiter nach Hersbruck zum Rathaus von hier aus begann die Stadtführung. Nachdem sich alle am Bus wieder eingefunden hatten ging es weiter zum Happurger Stausee welcher in der Mittelgebirgslandschaft der Frankenalb liegt. Hier wurden wir unter fachkundiger Leitung durch das Pumpspeicherkraftwerk nach oben zum Stausee geführt. Alle Mitglieder waren sehr beeindruckt von den überdimensionalen Motoren und Pumpschläuchen. Das Oberbecken konnten wir aus Zeitgründen leider nicht mehr erkunden. Zum Abschluss haben wir unsere Gaumen im Restaurant „Seeblick“ mit einem ausgezeichnetem Essen verwöhnt. Auf der Heimreise wurden noch viele Meinungen zu Pflanztechnik, Spritzen der Pflanzen und Bodenbeschaffenheiten ausgetauscht.

 

Infoveranstaltung Jungbestandspflege

k-jungbestandspflege-040909 Am 4. September 2009 fand der Kurs Jungbestandspflege vom Amt für Landwirtschaft und Forsten Bamberg in der Nähe von Gößweinstein statt, zudem auch viele Waldbsitzer der WBV Fränkische Schweiz kamen. Anhand von zwei Waldlächen wurde in Theorie und Praxis die Jungbestandspflege mit dem Ziel der Nachhaltigkeit und Wertholzgewinnung gezeigt. Zwei Forstwirte demonstrierten zudem, wie man Jungbäume fachgerecht wertastet bzw. aus dem Bestand entnimmt. Den ausgeteilten Merkzettel für die Pflege von Misch- und Laubjungbeständen finden Sie hier.

 

 

 

  Infofahrt zum Sägewerk Ziegler

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Am Samstag 01.08.09 in der Früh sind die WBV Mitarbeiter gemeinsam mit Obmännern aus unserem Gebiet und die für uns tätigen Unternehmer mit dem Bus in Richtig Betzenmühle/ Plößberg aufgebrochen. Vor uns ein Langholz-LKW der Fa. Edenharder, welcher dann im Sägewerk beim Abladen und Vermessen genau unter die Lupe genommen wurde. Wir konnten beobachten, wie die vorsortierten Abschnitte auf der neuen Einschnittlinie zu verschiedenen Schnittholzprodukten verarbeitet wurden. Die Einschnittleistung im Rundholzbereich beträgt ca. 1,6 Mio. Festmeter. Das heißt täglich etwa 5.000-6.000 fm. Viele Fragen rund um den Holzeinschlag bis zum Holzeinschnitt konnten während des Aufenthalts am Rundholzplatz geklärt werden. Firmenchef Wilhelm Ziegler zeigte anhand einer Präsentation im Schulungsraum der Firma, wie sich das Unternehmen in den letzten Jahren weiterentwickelte und in welche Länder das Schnittholz exportiert wird.  Zum Abschluss wurden wir zum Mittagessen eingeladen. Danach traten wir mit neuen Eindrücken die Heimreise an. Nochmals vielen Dank an die Firma Forstservice Ziegler für das Mittagessen und die ausgezeichnete Führung durch das Unternehmen.