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Achtung: Hohe Waldbrandgefahr in Bayern

Stand 05.05.2026

Das anhaltend warm-trockene Wetter lässt die Waldbrandgefahr deutlich steigen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gilt in weiten Teilen Bayerns bereits die zweithöchste Warnstufe vier von fünf („hoch“). Für einzelne Regionen wird am Donnerstag sogar die höchste Gefahrenstufe erreicht. Bayerns Forstministerin Michaela Kaniber appelliert deshalb eindringlich an alle Waldbesucherinnen und Waldbesucher, jetzt besonders umsichtig zu handeln. Dazu zählt auch, das ab Anfang März geltende Rauchverbot im Wald unbedingt einzuhalten: „Jede Unachtsamkeit, jede achtlos weggeworfene Zigarette und jeder kleine Funke können aktuell einen folgenschweren Waldbrand auslösen“, betont Kaniber.

Besonders hoch ist die Waldbrandgefahr derzeit in lichten Kiefern- und Fichtenwäldern, an sonnigen Südhängen sowie in stark frequentierten Ausflugsgebieten. Auch scheinbar harmlose Situationen bergen Risiken: So können heiße Katalysatoren von Fahrzeugen trockenes Gras entzünden. Schon aus eigenem Interesse sollte man sein Auto oder Motorrad daher keinesfalls auf leicht entzündbarem Untergrund abstellen.

Auch an die Waldbesitzer richtet sich ein klarer Appell: Bei der Borkenkäferbekämpfung anfallendes Reisig- oder Kronenmaterial sollte nicht verbrannt werden. „Bringen Sie das Material aus dem Wald oder häckseln Sie es. Damit vermeiden wir zusätzliche Brandgefahren und schützen unsere Wälder“, so Kaniber weiter. Eine Entspannung der Lage wird erst mit einsetzenden Niederschlägen erwartet.

Presseinformation des Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus vom 29.04.2026

Borkenkäfer schwärmen wieder aus! – Wälder ab sofort kontrollieren

Stand 05.05.2026

Mit dem warmen und sonnigen Wetter startet in Bayerns Wäldern die Borkenkäfersaison. Experten der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft rechnen Anfang Mai mit dem ersten großen Hauptschwärmflug des Borkenkäfers in Bayern. Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer sind jetzt besonders gefordert. Forstministerin Kaniber mahnt zur Wachsamkeit „Es geht los, der Borkenkäfer schwärmt aus. In den nächsten Tagen kann bereits der erste frische Befall an den Fichten sichtbar werden. Gehen Sie jetzt raus und kontrollieren Sie in ihre Wälder regelmäßig. Jeder rechtzeitig erkannte Befall ist wichtig im Wettlauf gegen den Käfer.“

Für eine erfolgreiche Bekämpfung ist es essenziell, frühzeitig nach Bohrmehl zu suchen. Es rieselt als rotbraunes, kaffeepulverähnliches Material am Stamm herunter und sammelt sich an Rindenschuppen, am Stammfuß und auf der Vegetation im Umfeld befallener Bäume. Da Regen und Wind das Bohrmehl schnell abwaschen oder verwehen, empfiehlt sich eine häufige Kontrolle der Bestände.

StMELF: Waldbesitzer testen neue Zukunftsbäume

Stand 05.05.2026

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Praxisanbauversuch mit Atlaszeder, Quelle: Norbert Wimmer/LWF 

Der Klimawandel setzt Bayerns Wäldern zu. Um sie fit zu machen, weitet der Freistaat die Forschungsaktivitäten aus. „Mit einer eigenen Förderung unterstützen wir Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer gezielt dabei, neue Baumarten auszuprobieren“, erklärte Forstministerin Michaela Kaniber anlässlich des Tags des Baumes. Und weiter: „Mit vielen kleinen Anbauversuchen gewinnen wir so wertvolle Erfahrungen für zusätzliche Baumarten, die dem Klimawandel standhalten.“

Die sogenannten Praxisanbauversuche funktionieren als so genannte Citizen-Science – sprich „Bürgerwissenschaft“: Mit Beratung und finanzieller Unterstützung durch die Forstverwaltung testen Waldbesitzer auf verschiedenen Standorten den Anbau neuer Baumarten, wie zum Beispiel Baumhasel, Atlaszeder, Bornmüllertanne oder Libanonzeder. Für solche Baumarten erhalten sie neun Euro pro Pflanze und die Aussicht auf einen neuen, klimastabilen Wald. Die Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft sowie das Amt für Waldgenetik begleiten die Versuche wissenschaftlich. Sie sammeln Daten darüber, welche Baumarten und Herkünfte auf den jeweiligen Standorten am besten wachsen. Von diesen Erkenntnissen profitieren dann wiederum alle Waldbesitzer.

LWF: Käfer mit Geweih gesucht: Hirschkäfer melden – Lebensräume erhalten

Stand 05.05.2026

Hirschkaefermaennchen und Hirschkaeferweibchen C PantherMedia WildMedia final

Hirschkäfermännchen (erkennbar an dem sichtbaren Geweih) und Hirschkäferweibchen.
Foto: PantherMedia / WildMedia

Der Hirschkäfer (Lucanus cervus) ist einer der größten heimischen Käfer und ein wichtiger Indikator für naturnahe Wälder und Altholzbestände. Helfen Sie mit, das Wissen über das Vorkommen dieses faszinierenden Käfers zu verbessern: Melden Sie Ihre Sichtungen als Teil des Citizen-Science-Projekts über das neue Online–Formular der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) und informieren Sie sich im neuen Merkblatt zum Hirschkäfer.

„Jede Meldung zählt“, betont Dr. Peter Pröbstle, Präsident der LWF. “Mit wenigen Angaben und einem Foto können Bürgerinnen und Bürger einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Hirschkäfers leisten. Die gesammelten Daten helfen uns, gezielte Maßnahmen zur Verbesserung seiner Lebensräume umzusetzen.“

Art mit hoher ökologischer Bedeutung
Der Hirschkäfer ist eine Charakterart lichter, wärmebegünstigter Laubwälder mit einem hohen Anteil an Alt- und Totholz. Seine Anwesenheit zeigt, dass diese selten gewordenen Strukturen noch vorhanden sind. Nachweise sind Grundlage für die Bewertung ihres Erhaltungszustands und für entsprechende Schutzmaßnahmen auf nationaler und europäischer Ebene.

EU-Kommission: Weitere Anpassungen bei der EUDR

Stand 05.05.2026

EUDR: EU-Kommission setzt Realitätsverweigerung fort – Waldbesitzer weiter massiv belastet

Die Europäische Kommission hat am 4. Mai weitere Anpassungen zur EU-Verordnung für entwaldungsfreie Produkte (EUDR) vorgelegt. In aktualisierten Leitlinien und FAQs werden zwar einzelne Umsetzungsfragen präzisiert, eine echte Entlastung der Forstbetriebe bleibt jedoch weiterhin aus. „Nach den im Dezember in Brüssel beschlossenen Korrekturen an der EUDR und der Verschiebung des Geltungsbeginns auf den 30. Dezember 2026 bildet die nun vorgestellte Leitlinie einen Rückschritt. Die EU-Kommission ist nicht bereit oder nicht in der Lage, die EUDR praxistauglich auszugestalten. Die Änderungen sind kosmetischer Natur und gehen an der Realität der Forstbetriebe vorbei. Von Bürokratieabbau kann keine Rede sein – im Gegenteil, der Regulierungsaufwand wird weiter zementiert“, erklärt AGDW-Präsident Prof. Andreas Bitter.

Forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse: realitätsferne Systemvorgaben
Die von der AGDW massiv geforderte Möglichkeit, dass forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse (FWZ) Meldungen im eigenen Namen für die gesamte Mitgliedsfläche vornehmen, bleibt weiterhin ausgeschlossen. Eine solche Meldung seitens des Zusammenschlusses ist nur möglich, wenn dieser stehendes Holz vom Mitglied erwirbt, selbst erntet und verkauft. Dies entspricht jedoch nicht der Realität der überwiegenden Zahl der Zusammenschlüsse. „Es ist erschreckend, wie sich die EU-Kommission einer sachgerechten Lösung verschließt. Statt praxistauglicher Entlastung werden weiterhin Millionen kleinteiliger Einzelregistrierungen von Waldbesitzenden verlangt und damit der administrative Aufwand massiv erhöht“, erklärt AGDW-Präsident Bitter.

Unser Seminarreihe "Waldgscheit" startet wieder Ende Mai

Stand: laufend - seit 11.12.2025

Im Rahmen der WBV-Seminarreihe »Waldgscheit« besuchen wir die Wälder der Teilnehmer und besprechen die Waldbilder und deren weitere Bewirtschaftung. Denn nur wer den Wald versteht, wird sich auf die tiefgreifenden Veränderungen für unsere Wälder durch die Klimakatastrophe einstellen und Antworten finden können.

Weitere Informationen zur Seminarreihe finden sie unter der Rubrik Veranstaltungen.

Die Teilnahme ist auch während des laufenden Kurses jederzeit noch möglich.

ARD Mediathek: "Wald Queens"

Stand: 21.04.2026

Neue Serie des BR

Drei Frauen. Drei Wege. Ein Ziel: den Wald in Bayern schützen. "Wald Queens" begleitet junge, leidenschaftliche Forstfrauen bei der Arbeit im Wald. Ein Trend, denn immer mehr Frauen ergreifen forstwirtschaftliche Berufe.

Waldfluencerin Beatrice Jäger bringt Wald und Wild ins Netz. Ihr Auftrag: eine abgeholzte Waldfläche jagdlich zu erschließen und Jungbäume vor Wildverbiss zu schützen. Dabei nimmt sie die 50.000 Follower ihres Social-Media-Kanals mit. Ihre Story beginnt mit der Suche nach dem idealen Platz für einen neuen Hochsitz.

Die amtierende Waldkönigin Patricia Vogl ist die Stimme der 700.000 Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer in Bayern. Sie betreibt Lobbyarbeit für den Wald, die nachhaltige Waldnutzung und Frauen im Forst - stets im Austausch mit der Politik. Ihr Ziel: Jagdminister Hubert Aiwanger einladen und ihm zeigen, wie eine aktive Jagd einen Wald der Zukunft formt.

Försterin Astrid ist Bayerns ehemals jüngste Forstanwärterin. Heute ist sie selbstständig und betreut Privatwälder. Im Wald von Waldbesitzerinnen Adelheid und Evi Werle bangen sie ums Überleben von 1.200 Setzlingen. Außerdem steht der Kampf gegen den Borkenkäfer an. Die Frage ist nicht ob, sondern wann der Käfer einschlägt.

Neue Folge LWF-Forstcast

Stand: 21.04.2026

Forstcast - Jetzt reinhören!

Folge 17 - Dem Wald in Bayern geht es gut, oder?

Wir haben über 100.000 Waldbäume in Bayern befragt, wie es ihnen geht und ob sie noch länger in Bayern bleiben werden. Was die Bäume geantwortet haben, weiß Wolfgang Stöger – als Landesinventurleiter zuständig für die Bundeswaldinventur in Bayern. Alle 10 Jahre vermessen Fachleute den Wald in Deutschland: Eine einzigartige Datenquelle für Zustand und Wandel des Waldes.

Quelle: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft 

Wie Brände, Stürme und Borkenkäfer Europas Wälder bis 2100 formen

Stand: 21.04.2026

Waldbrände, Stürme und Borkenkäfer haben großen Einfluss auf Wälder und die Leistung, die diese für Klima, Mensch und Umwelt erbringen. Ein großes internationales Team um Forschende der Technischen Universität München (TUM) hat erstmals berechnet, wie diese drei Faktoren Europas Wälder bis 2100 verändern könnten. Bereits im bestmöglichen Szenario sehen die Forschenden einen deutlichen Anstieg der geschädigten Fläche – im pessimistischsten Fall sogar eine Verdoppelung der Waldschäden.

- Studie berechnet entlang verschiedener Klimapfade, wie viel Waldfläche in Europa bis 2100 durch Brände, Stürme und Borkenkäfer geschädigt werden könnte.
- Kombination aus Satellitendaten und Waldsimulationen für 13.000 Orte in Europa simuliert mittels KI-Modell flächendeckend mögliche Störungsszenarien.
- In allen Szenarien übersteigen die zukünftigen Waldschäden das bisherige Ausmaß – mit deutlichen Auswirkungen auf den Wald und seine Funktionen.

Vollständiger Artikel vom Zentrum Wald Forst Holz Weihenstephan vom 17.03.2026

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